Ich bin zwar schon einige Jahre in "Wirtschaften" tätig,
angefangen hat es aber anders.
Von Berlin bin ich nach Ilmenau gekommen, um die "richtige"
Wirtschaft zu studieren. Da das in der DDR aber keine
wirklich gute Idee war, brach ich das Studium 1990 ab, blieb
allerdings Ilmenau treu.
Nach
einigen anderen Jobs wurde von Mitte der 90er Jahre bis zum Jahr 2003 das
Musikcafé "Piano" mein zweites zu Hause, wo ich als Kellner
angestellt war. Als die Betreiber wegen zu hoher Kosten auf
"freies" Personal umsteigen mussten, fand ich mich auf den
Fluren der Arbeitsagentur wieder.
Meine Arbeit hatte mir riesigen Spaß gemacht und nun das?
Warum eigentlich nicht die Personalkosten, die mich um den
Job gebracht haben, selbst übernehmen und
Gaststättenbetreibern die reine Arbeitskraft anbieten? -
Meine Geschäftsidee war geboren.
Mit finanzieller Förderung durch die Arbeitsagentur (ja,
genau - die ICH-AG-Förderung) wurde der Sprung in die
Selbständigkeit unterstützt.
Durch die bestehenden Kontakte zur Ilmenauer
Kneipen-Szene konnte ich rasch einen zufriedenen Kundenstamm
aufbauen.
Erfreuliche Bestätigung des Mutes zur Existenzgründung
erhielt ich im März 2005, als der "Verlag für die Deutsche
Wirtschaft AG" im Rahmen des Gründerpreises "ICH-AG des
Jahres" mich (bzw. meine Geschäftsidee) zur
ICH-AG des
Monats wählte.
Daraufhin wurden viele Fotos gemacht und Pressetexte
geschrieben ;-)
Die "Wirtschaftspresse"
"Die Geschäftsidee", 05/05
Die "Lifestyle-Presse"
"Coupé", 08/05
Die größte Überraschung kam dann Mitte Oktober 2005. Aus
den Monatssiegern wählte mich eine Jury des Verlages zur
"ICH-AG des Jahres 2005"! Wahnsinn. Vor zwei Jahren
stand ich da mit einer Idee und 50 Euro für
Kellnerutensilien in der Tasche. Heute kann ich sagen, der
Weg in die Selbständigkeit war zwar stellenweise recht
steinig, hat sich für mich aber vollends gelohnt.